Im Hochgebirg
Steig’, o Seele, mit diesen Trutzigen Urweltriesen! Recke dich! Strecke dich! –
Jetzt schnaube nur, Dampf, und brause! Jetzt rolle nur, Rad, und sause! Es geht nach Hause, nach Hause!
Was klopfet, was schmiedet das reizende Weib? Zum Ambos gebeuget den schlanken Leib Einen zierlichen Hammer sie schwinget; Dunkle und helle, Süße und grelle Lieder zum Takt sie singet
I. Dieß linde Säuseln in der Luft, Was will es mir wohl sagen? Auf Berg und Thal der blaue Duft, Wohin will er mich tragen
Umringt, umflutet, bestürzt, umwettert Vom Ueberschwange des neuen Lichts Vom Uebergroßen zu Grund geschmettert, Ein Schatten, ein Zwerg, ein Wurm, ein Nichts!
Es war nicht heiter, als ich endlich stand Auf der Albanerberge hohem Rücken, Es riß der Sturm die Pinien fast zu Stücken, Schwer kreisten Wolken um die Felsenwand
Nein! Der Himmel, sieh und traue! Nicht so bös hat er’s gemeint, Da so freundlich heut in’s Blaue Phöbos’ Strahlenauge scheint
I. Schon graute der Abend. Rauh und kalt Durch düsteres Felsthal stürmte der Wind. Unheimlich war es; mildere Lüfte