Auf der Eisenbahn
Dienstag, April 20th, 2010Jetzt schnaube nur, Dampf, und brause!
Jetzt rolle nur, Rad, und sause!
Es geht nach Hause, nach Hause!
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Jetzt schnaube nur, Dampf, und brause!
Jetzt rolle nur, Rad, und sause!
Es geht nach Hause, nach Hause!
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I.
Dieß linde Säuseln in der Luft,
Was will es mir wohl sagen?
Auf Berg und Thal der blaue Duft,
Wohin will er mich tragen?
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Es war nicht heiter, als ich endlich stand
Auf der Albanerberge hohem Rücken,
Es riß der Sturm die Pinien fast zu Stücken,
Schwer kreisten Wolken um die Felsenwand.
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Nein! Der Himmel, sieh und traue!
Nicht so bös hat er’s gemeint,
Da so freundlich heut in’s Blaue
Phöbos’ Strahlenauge scheint.
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Wie bin ich sonst so straff geschritten,
Noch als ich in die siebzig kam, –
Ist mir der Nerv entzwei geschnitten?
Wie schleich’ ich jetzt so schlaff und lahm!
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Es glüht das Land, es lechzet
Die ausgebrannte Au,
Jedwedes Wesen ächzet
Nach einem Tropfen Thau.
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Aus Wust und Wuth,
Aus Schwefelglut,
Aus athemloser Schwüle
Hinab in Meeresgrund, hinab in’s Kühle!
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Da liegen sie in offnen Särgen beide,
Das Schwert zur Seite und den Lorbeerkranz;
Vom Wundenkrampf, vom letzten grimmen Leide
Weiß nichts ihr Angesicht; zufrieden ganz,
Ganz friedlich sind die jugendlichen Züge,
Als sagten sie jedwedem, der sie früge:
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Vorüber wir einst so herzlich gelacht,
Dazu lacht bald niemand mehr,
Die Späße, die Witze, die wir gemacht,
Wer weiß und versteht sie noch, wer?
Der ganze kreuzlustige Sagenkreis,
Der Geschichtlein scheckiger Kranz,
Die Leutlein, die er zu melden weiß,
Bald sind sie vergessen ganz.
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Stumpf hieng ich im Sattel, ein leises Fieber,
Frucht der Ritte, der tagelangen
Auf glühendem Fels, in feuchtschwülem Sumpfthal,
Rieselte durch die Glieder.
Weit voraus schon waren die Andern,
Der Reisegenoß und der dienende Führer.
Was mich umgab, ich sah es kaum,
Sah es mit Augen ohne Gedanken.
Auf einmal wiehert mein Pferd
Nach den entfernten Stallkameraden.
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